Lucca – Berner Sennenhund

Lucca - 

ich war zu schwach um Dir genügend Rüstzeug für einen Alltag außerhalb der Station zu geben.  - 

Ich war zu schwach Dich vor Dir selber zu schützen - 

Du warst zu sehr Du selbst.

Du hast mir gezeigt wo meine Grenzen sind – Du fehlst mir.

Ich werde dich immer liebhaben und nicht vergessen.

Bea – 06.12.2011

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 Rasse: Berner Sennenhund

Geschlecht: Rüde, kastriert

Wurftag: 22.02.2008

in der Station seit April 2011

Paten: Dirk Geppert  

L= lebenslustig, U= unwiderstehlich, C= charmant, C= charismatisch, A= aufregend.

Alles zusammen ist LUCCA – der Berner Sennenhund aus der Schweiz.

Seitdem Lucca in der Station lebt, enden viele Worte auf -lie. Lüccerlie ist eines davon. Superlie und Feinerlie gibt es nun auch. Und ein sehr besonderes Wort: STOPPERLIE. Das ist das einzige Wort, das Lucca kannte und umsetzen konnte.

Nun ist sein Repertoire an Menschenworten inzwischen etwas größer geworden. Sehr bedeutend sind die Worte AUS und PLATZ, die wollen einfach nicht in seinem Köpfchen haften bleiben. Das kommt bestimmt daher, daß Lucca beides noch für etwas unsinnig hält.

Am liebsten geht dieser Hund spazieren,  mit der Nase am Boden, oder er planscht im Wasser. Am zweitliebsten frisst er - so ziemlich alles, was fressbar ist und auch einige unfressbare Dinge. Am drittliebsten läuft er mit anderen Hunden. Hierbei wird vorher klipp und klar geklärt wer der Chef ist – und da gibt es nur einen großen Mann aus den Bergen, zweifelsohne. Autofahren ist eine gute Beschäftigung. Kaum ist die Klappe auf sitzt Lucca auch schon sehr erwartungsvoll drinnen. Während der Fahrt ist er mucksmäuschenstill und schaut hinaus.

Dann gibt es Dinge die Lucca nicht so gerne mag. Bürsten gehört dazu. Das ist nun als Berner Sennenhund sehr unpraktisch, da gehört Bürsten zur Tagesordnung.  Dinge wie Geschirr anziehen oder Halsband anlegen sind ebenfalls überflüssig. Schaut er mich dann aber mit seinen wunderschönen Augen an – sehe ich sein tiefes Unverständnis und das große WARUM tust du das? darin – dann frage ich mich immer wieder, was hat er nur erlebt bzw. was hat er nicht erlebt, dass derart normale Handlungen ihm so fremd sind.

Grundsätzlich ist die Allgemeinbildung und Kultiviertheit auf seinem bisherigen Lebensweg wohl zu kurz gekommen. Bescheidenheit und Höflichkeit sind ihm noch nicht sehr vertraut, er ist etwas rauh im Umgang mit Mensch und Hund.  Vielleicht war er bisher nicht so eng am Leben mit den Menschen beteiligt, wie manch anderer gehätschelter Pfotenkumpan. Manchmal denke ich, er hat auf einem Hof gelebt und im Stall geschlafen. Der Zwinger stört ihn nicht wirklich, er freut sich in unbändiger Bernermarnier ,wenn er rauskommt, aber er geht auch brav wieder hinein. Sein Abendessen, bestehend aus Frischfleisch und entsprechenden Beilagen, bekommt er aus meinen Händen um ihm die Anfänge einer Bindung zu erleichtern. Diese Art des Futters kennt Lucca, er hatte keinerlei Umstellungsschwierigkeiten. Er war noch nicht ein einziges Mal in seiner Hundehütte zum Schlafen und im Korb habe ich ihn auch noch nicht gesehen – dafür hat er in der kurzen Zeit schon eine beachtliche Anzahl an Decken zerfetzt, trotz großer Mengen von Knabbersachen. Draussen läuft er brav seinen Törn – das täte er wohl auch ohne mich am Ende der Leine. Anderen Hunden begegnet er freundlich bis gleichgültig, Tiere jeglicher Art beeindrucken ihn überhaupt nicht, Jogger, Trecker, Motorräder, Autos, Kinder, Jugendliche – alles nicht wichtig.

Für Lucca wünsche ich mir sehr geduldige Menschen mit einem bernergroßen Herzen voller Liebe, Nachsicht, Geduld und Strenge im entscheidenden Moment. Mindestens einen großen Garten mit wenig Blumenbeeten und einem stabilen Zaun. Er kann durchaus als Zweithund zu einer freundlichen Hündin vermittelt werden. Mir liegt sehr daran, daß dieser Hund in der Zukunft gut geführt und verstanden wird und dabei sollte eine sehr gute Hundeschule helfend zur Seite stehen. Lucca hat noch viele Dinge als selbstverständlich zu empfinden, die er bislang mit seiner ganz besonderen Art, Desinteresse zu zeigen, abschüttelt.

 

Gerne zeige ich Lucca Ihre Bewerbung und vereinbare einen Termin mit ihm, an dem  er nicht mit Schnüffeln, Toben  oder Fressen beschäftig ist!

 

Beatrice Hoff  / Juni 2011

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