Sascha konnte am 29.März 2011 diese Welt verlassen. Wir haben ihn von seinen Schmerzen erlöst.
Leider durfte Sascha das Leben in einer richtigen Familie nicht mehr kennenlernen
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die Welt jenseits der Regenbogenbrücke entschädigt ihn hoffentlich für sein Leben auf unserer Erde.
Saschie, wir haben Dich geliebt und du konntest die letzten Momente in den Armen deiner besten Freundin verbringen – Danke Corinna.
Rasse: Collie x Schäferhundmischling
Geschlecht: Rüde, unkastriert
Wurftag: 20.06.2003
in der Station seit: Februar 2008
Paten: Corinna Langmaack
Sascha kommt aus einer ungarischen Tötungsstation, aus der österreichische Tierschützer ihn befreiten. Einmal quer durch halb Europa kutschiert, holten wir einen sehr schönen großen Rüden aus der Transportkiste, mit der typischen Kopfform eines Collies und den Farben eines Schäferhundes. Sascha war da!
Er war von Anfang an recht unspektakulär. Weder Krankheiten noch Auffälligkeiten. Er mag nicht alle Rüden, das ist normal, und auch nicht alle Hündinnen, da muß man den Sascha einfach fragen, ob er mit jemandem zusammen laufen möchte.
Wie auch immer er in seinem alten Leben gelebt hat wissen wir nicht. Er ist ausgesprochen freundlich zu allen Menschen – wenn Sascha diese denn wahrgenommen hat. Und genau da ist der Knackpunkt, warum dieser eigentlich unkomplizierte Hund nun schon so lange bei uns ist – er ignoriert fremde Menschen erst einmal. Geht schlicht und ergreifend an ihnen vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Einige wirklich nette Bewerber saßen in der Diele und schauten kopfschüttelnd den Hund an: Der mag uns ja gar nicht? Sascha verschenkt seine Zuneigung nicht einfach, er erwartet sehr viel Engagement von seinen neuen Menschen. Aber wenn er sein Herz geöffnet hat - dann kennt seine Freude keine Grenzen mehr. Da wird geschmust und getobt und er kann gar nicht genug davon bekommen. Wir gehen davon aus, dass er viel auf sich alleine gestellt war und einfach nicht gelernt hat, so eng mit dem Menschen verbunden zu sein. 
Saschas Gehorsam war eigentlich gleich 0 als er bei uns einzog. Inzwischen hat er so einiges vom 1 x 1 des Hundeschulunterrichtes gelernt. Seine Lieblingsstunde ist am Freitagnachmittag, dann wird geschnüffelt.
Da ist Sascha mit großem Eifer dabei, er findet seine Belohnungen schnell und sicher.
Zum Spielen hat er sich eine ehemalige Stationshündin auserkoren, mit Schäferhündin Asti bildet er ein schönes Paar.
Tja, somit braucht dieser Hund Menschen, die viel Geduld und Zuneigung plus noch mehr Geduld und Zuneigung in ihn investieren. Zeit! – ein ganz wesentlicher Faktor für Sascha. Er braucht seine Zeit, um sich zu öffnen, das muß berücksichtigt werden.
Ist diese vielleicht anfänglich etwas mühselige Phase überstanden, wird Sascha sich zu einem guten Familienhund entwickeln, der seine langen Spaziergänge genießt und sich gut in den Alltag einfügen wird.
Es gibt nicht einen Grund, warum er noch in unserer Station ist – eigentlich sitzt er auf gepackten Koffern und wartet, dass er in einen völlig normalen Alltag starten kann.
September 2010 / Beatrice Hoff